Weiterbildung

 Let’s talk about…“: Schwierige Gespräche führen

Kontext

Unsere Gesellschaft sollte Kindern und jungen Menschen einen sicheren Raum bieten, über schwierige und sensible Themen, wie etwa kulturelle Unterschiede, sexuelle Orientierung, Rassismus, politische Einstellungen, Religion oder psychische Gesundheit zu diskutieren. Gerade in den letzten Jahren werden wir vermehrt mit diskriminierenden oder rassistischen Äußerungen, mit Populismus und Radikalismus konfrontiert. Tabus, Unsicherheit und Widersprüchlichkeiten führen jedoch regelmäßig dazu, dass Eltern und Fachpersonal Gespräche über diese Themen scheuen, ja sogar vermeiden.

 

Doch so zu tun, als ob diese Themenbereiche inexistent wären, wird sie leider nicht aus den Köpfen und dem Leben der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschwinden lassen. Ganz im Gegenteil – nicht stattfindende Diskussionen und Gespräche erleichtern es extremistischen Akteuren sogar, Antworten zu liefern und damit bei Kindern und jungen Menschen auf Gehör zu stoßen.

 

Über Tabus zu reden bedeutet, Risiken einzugehen. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung übernehmen für die psychische Entwicklung zukünftiger Generationen. Menschen, die in ihrem Arbeitsumfeld mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu tun haben, spielen eine überaus wichtige Rolle in diesem Prozess.

 

Was kann man sich unter Lets talk about…“ vorstellen?

In einem ersten Schritt werden empfindliche Themen gesammelt, danach wird gemeinsam identifiziert, was sie schwierig macht und daraus folgend werden mögliche Lösungsansätze erarbeitet. Diese können je nach persönlichem Stil eingesetzt werden.

In einem zweiten Schritt werden dann folgende Fragen bearbeitet:

 

Waren die Ansätze hilfreich?
Was hat bei wem funktioniert, was nicht?
Wo gilt es, das Vorgehen zu üben, anders zu justieren, wo wird eine Alternative benötigt?
Gibt es neue Gesprächssituationen, die schwierig, anstrengend oder kaum ansprechbar sind?

 

Einige Wochen nach der Weiterbildung, gibt es nochmal Gelegenheit, diese und andere Fragen im Sinne einer Supervision eingehend zu besprechen, den eingeschlagenen Weg in der bekannten Gruppe zu reflektieren um ihn gegeben Falls noch mal anzupassen und uns der Herausforderung „Let’s talk about …“ erneut zu stellen.

 

Wir laden ein zu einem Moment der Entlastung, Ermutigung und Erweiterung der persönlichen Handlungsfähigkeit.

Zielsetzungen

  • Die TeilnehmerInnen wissen, wie sie konkret sensible Themen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an- und besprechen, wie sie dabei sich und ihr Gegenüber schützen, ohne relevante Aspekte zu übergehen.


Die TeilnehmerInnen sind in der Lage:

  • durch eine gezielte Gesprächsführung sensible Themen anzusprechen und das Gegenüber mit einzubeziehen. Ein wertschätzendes, offenes Gespräch entsteht
  • Bewertungsmuster zu erkennen und zu analysieren. Sie haben Methoden kennengelernt, um diese abzuklären
  • problematische Gesprächssituationen durchzustehen und die eigene Zielsetzung dabei nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Die TeilnehmerInnen können mit einer wohlwollenden Haltung dem Gegenüber begegnen und empathische Vermutungen anstellen, worum es dem anderen geht.

Inhalt

  • Vorstellung der Institution respect.lu und ihrer Missionen
  • Vorstellungsrunde und Warming-Up
  • Einführung in das Thema „Schwierige Gespräche“ mit praktischen Übungen, Analyse der Faktoren eines Tabu-Themas
  • Diskussion zum Thema Gewalt: Was ist Gewalt und wo fängt sie für mich an?
  • Theoretische Einführung in das Thema Radikalisierung
  • Anzeichen und Prozesse der Radikalisierung erkennen und verstehen.
  • Wie kann ich intervenieren, wenn ich Diskriminierungen und/oder Radikalisierung gegenüberstehe? Handlungsoptionen und Methoden der Intervention
  • Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum
  • Einzel- und Gruppen-Übungen
  • Anmerkung: Bitte eigene Fallbeispiele mitbringen
  • Vorstellung der Institution respect.lu und ihrer Missionen
  • Vorstellungsrunde und Warming-Up
  • Einführung in das Thema „Schwierige Gespräche“ mit praktischen Übungen, Analyse der Faktoren eines Tabu-Themas
  • Diskussion zum Thema Gewalt: Was ist Gewalt und wo fängt sie für mich an?
  • Theoretische Einführung in das Thema Radikalisierung
  • Anzeichen und Prozesse der Radikalisierung erkennen und verstehen.
  • Wie kann ich intervenieren, wenn ich Diskriminierungen und/oder Radikalisierung gegenüberstehe? Handlungsoptionen und Methoden der Intervention
  • Diskussionen in Kleingruppen und im Plenum
  • Einzel- und Gruppen-Übungen
  • Anmerkung: Bitte eigene Fallbeispiele mitbringen

Dauer und Zahl der TeilnehmerInnen

  • +/- 1 Tag (4 Einheiten à 90 Minuten)
  • Maximum 20 TeilnehmerInnen

ReferentInnen

+/-2 ReferentInnen von respect.lu

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